Der Leeraner Hafen in alten Postkarten

Unser Hafen – eine kleine Bilderreise durch das letzte Jahrhundert

Postkarten aus dem Bildarchiv von Klaus Tietjen

Was war hier vor hundert Jahren, wie lebten die Menschen, wie sah deren Alltag aus und wie trägt die Veränderung bis in die heutige Zeit? Mit dieser Frage begann in mir ein großes geschichtliches Interesse an dem


Werdegang des Hafens Leer an der Leda. Da bereits vieles erforscht und beschrieben steht, habe ich mich auf das Sammeln von alten Ansichtskarten zum Thema Hafen Leer konzentriert.


So ist einiges an Bildmaterial zusammen gekommen, was im Rahmen dieser Internetpräsenz veröffentlicht werden soll.

Hier kann der Interessierte sich augenscheinlich darüber informieren, wie sich der Leeraner Hafen im Lauf der Gezeiten veränderte und vielleicht eine inspirierende Wirkung erzeugt – was war gestern und was ist heute!“

Wir werden halbjährlich die Ansichten verändern und wünschen Ihnen etwas Freude beim Rätseln und Betrachten.

Das neue Rathaus war schon fertig, dass alte Rathaus bereits abgerissen und ein euphorischer Ballonfahrer verkündet den Gruß aus Leer. Auch damals schon wurden Phantasien in der Lithografie umgesetzt – heute per Mausklick!

Bis heute fast unverändert! Die Herrschaften im Vordergrund blieben noch artig stehen, während der Kopf des Fotografen bei Aufnahme unter einem dunklen Tuch, verschwand um eine gute Einstellung zu garantieren. Ebenfalls erkennbar, das kleine „Urinoir“ unter der Sonnenuhr am Waagegebäude für die Herren. Der „Gasthof zur Leda„ links das zweite weiße Gebäude im Bild, zählt zu den ältesten Einrichtungen unserer Stadt und nannte sich auch „ Bierhalle“, wie es heute wieder an der seitlichen Reklame zu sehen ist.

Im vorderen Teil der Ansicht eine Personenfähre mit Fährmann am Wriggen, denn eine Brücke gab es noch nicht und die Nesse war eine Insel.

Die bekannte Silhouette Rathaus mit Waage. Es war gleichzeitig ein Anleger für den damaligen Hafenumschlag und heute ein Teilbereich des Museumshafen.

Von der heutigen Hafenstraße aus gesehen auf das bekannte Leeraner Motiv. Ein kleiner Bootsanleger für das Fährboot ist zu erkennen damit man trockenen Fußes an Land kam.

Die Damen und Herren vom Ruderverein zeigen seit ihrer Gründung im Jahr 1903 sportliches Interesse. Nach Fertigstellung der Seeschleuse 1901 war dies durch Tideunabhängigkeit möglich.

Auf dieser Karte sind die alten Schipper auf ihren Tjalken und Mutten deutlich zu erkennen. Von großer und kräftiger Gestalt gezeichnet, verrichteten sie die harte Arbeit an Bord der nur vom Wind getriebenen Schiffe, versorgten die Menschen in ländlichen Gebieten den Städten. Oftmals gingen ihre Reisen über See, mit den Gefahren durch Fluss, Watten- und Wetterverhältnissen

entlang der Küsten. So mancher Haudegen hat den Hafen in Leer nie wieder gesehen.

Vielleicht haben auch Sie noch Postkarten oder andere alte Ansichten von Leer oder dem Hafen?

Denn wir wollen diese Serie fortsetzen, mit Bildern, Grafiken und Zeichnungen. Schauen Sie bitte in Ihre privaten Archive. Wir freuen uns auf Ihr Material. Im besten Fall haben Sie auch eine Geschichte zu Ihren Bildern. Die Unterlagen bleiben Ihr Eigentum – wir würden sie scannen und nach Ihrer Freigabe veröffentlichen. Jede Serie bleibt etwa ein halbes Jahr online – dann wechseln wir.